Basierend auf den Ergebnissen des Partizipationsseminars „Zusammenziehen“ entwickeln die Baupiloten vielgestaltige Wohnformen und -grundrisse sowie eine fantastische, ökologische Landschaft, entsprechend den Vorstellungen eines gesunden, umweltbewussten Zusammenlebens. Eine ökologisch nachhaltige und energiebewusste Architektur, weder langweilig noch enthaltsam. Das neue Energiekonzept beinhaltet nicht nur die bloße denkmalgerechte und energetische Sanierung der Fassaden und die energieeffiziente Erneuerung der Haustechnik, sondern ebenso eine energiebewusste Gestaltung der Außenbereiche. Erneuerbare Energiequellen werden sichtbar und nachvollziehbar auf dem Gelände und den Gebäuden eingesetzt.
Neben den energieversorgenden Einheiten des „Ökopops“ regen andere neue Bestandteile zum Naturerlebnis und zum Verweilen im Grünen ein. Das Areal wird unterteilt in einen Sportbereich, eine Gartenfläche, ein Freiluftwohnzimmer, einen Stadtplatz, ein Wäldchen, eine Wiese und das Spreeufer. „Ökopop“ verbindet beide sich scheinbar widersprechende Wohnideale: das Leben in der pulsierenden Großstadt mit dem ruhigen, erholsamen Leben auf dem Land.
Das Haus 13, bekannt als „Das Haus für Gartenfreunde“, wurde durch eine behutsame Anpassung der bestehenden Bausubstanz renoviert und mit einer kreativen Neugestaltung der privaten und gemeinschaftlichen Bereiche sowie einer ökologischen Landschaftsgestaltung revitalisiert. Diese Veränderungen basieren auf den Wünschen der studentischen Bewohner*innen. Die neuen Eingriffe setzen sich bewusst vom Bestand ab, ohne den Charakter des Gebäudes zu beeinträchtigen.
Um eine gemischte Studierendenschaft und ein facettenreiches Wohnen zu fördern, wurden sieben verschiedene Zimmertypen entwickelt. Die kleinen, ursprünglichen 10 m² großen Zimmer wurden durch unterschiedliche Kombinationen neu interpretiert. Im Erdgeschoss wurden kleine Einzelzimmer beibehalten, jedoch durch geteilte pinkfarbene Terrassen oder direkten Zugang zum neugestalteten Garten ergänzt, wo Studierende eigenes Gemüse anbauen können. In den oberen Stockwerken wurden zwei bis drei kleine Einheiten zu größeren Wohnungen zusammengeführt, die jeweils mit einem neuen Bad und einem gemeinsamen Wohnbereich für ein bis zwei Personen ausgestattet sind. Die Gemeinschaftsküchen wurden erweitert und in das Zentrum des täglichen, kollektiven Lebens transformiert.