öffnung

Klassizissmus & Gründerzeit
18.–19. Jh.

Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wandelt sich der Augarten von einem höfisch geprägten Garten zu einem öffentlich nutzbaren Park. Neue, bürgerliche Nutzungen erweitern die barocke Struktur und verändern die Stellung des Parks innerhalb der Stadtgesellschaft. Mit dem Zusammenbruch der Monarchie 1918 geht der Augarten aus kaiserlichem Besitz in öffentliche Verwaltung über. Der Augarten wird Teil der sozialen und stadtpolitischen Neuorientierung der Ersten Republik.
Nach dem Ersten Weltkrieg wird er im Rahmen sozialpolitischer Reformen gezielt als öffentlicher Freizeit– und Erholungsraum weiterentwickelt.

nebengebäude obere augartenstraße

1884–1918

Die Nebengebäude entlang der Oberen Augartenstrasse bilden den funktionalen Rand der Gartenanlage. Als Wirtschafts–, Dienst– und Versorgungsbauten ergänzten sie von Beginn an die repräsentativen Hauptgebäude des Augartens. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich der Bereich zu einem Standort für Gastronomie, Archiv– und Verwaltungsnutzungen.

kinderfreibad

1927

Das Kinderfreibad im Augarten ist ein bauliches Zeugnis der sozialpolitischen Reformen des „Roten Wien“. Als speziell für Kinder konzipierte Badeanlage wurde es bewusst in den öffentlichen Park integriert und verbindet Erholung, Gesundheitund soziale Fürsorge.
Bis heute ist das Bad in seiner Grundstruktur erhalten und vermittelt den Anspruch einer gemeinwohlorientierten Stadtplanung der Zwischenkriegszeit.

sportplätze

1927

Die Sportplätze im Augarten entstanden ab 1927 als gezielt angelegte Freiflächen für den Schul– und Vereinssport.
Sie stehen für die zunehmende Bedeutung von körperlicher Betätigung und organisierter Freizeitgestaltung im städtischen Alltag. Bis heute sind sie als funktionale Sportinfrastruktur Teil des Augartens und werden vorwiegend von der Bevölkerung der umliegenden Bezirke genutzt.