Die Synagoge sowie mehrere jüdische Bildungs
-einrichtungen befanden sich in der Malzgasse 16 im Wiener Bezirk Leopoldstadt. Bereits seit den 1870er Jahren war hier eine Talmud-Thora-Schule untergebracht; später kamen eine Synagoge, ein Talmud-Thora Kindergarten und eine Knabenschule der orthodoxen Gemeinde Machsike Hadass sowie das weltweit erste jüdische Museum hinzu. Im Zuge des Novemberpogroms 1938 wurden die Synagoge und die Schule von den Nationalsozialisten verwüstet und in Brand gesetzt.
Das Museum war zu diesem Zeitpunkt bereits geschlossen. Besondere Bedeutung erlangte die Adresse Malzgasse 16 jedoch vor allem durch ihre Nutzung als sogenanntes „Sammellager“ für die Deportation österreichischer Jüdinnen und Juden in den Jahren 1941 und 1942. Damit steht dieser Ort exemplarisch für die Zerstörung jüdischen, religiösen, kulturellen und pädagogischen Lebens in Wien während der Zeit des Nationalsozialismus.
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