Die beiden folgenden Fotoserien setzen sich mit den Steinen der Erinnerung auseinander, die im unmittelbaren Umfeld des Augartens verortet sind. Dabei handelt es sich um in den Boden eingelassene Messingtafeln, die vom Verein Steine der Erinnerung vor den ehemaligen Wohnhäusern jüdischer Menschen angebracht wurden. Sie erinnern an deren Verfolgung und systematische Ermordung während der Zeit des Nationalsozialismus.







Die erste Fotoserie nähert sich den Steinen der Erinnerung aus einer performativen Perspektive. In einer Art stiller Parole wird untersucht, wie Passant innen und Passanten diesen Erinnerungszeichen begegnen und welchen Stellenwert sie im öffentlichen Raum einnehmen. Durch die gezielte Aufforderung, auf die Steine zu zeigen, werden Reaktionen, Haltungen und Gesten sichtbar gemacht und dokumentiert.

Die fotografische Umsetzung legt den Fokus auf die Körperbewegungen der Beteiligten und hält den Moment der Interaktion fest. Die Serie umfasst 18 Fotografien, die den Fluss der Bewegung und die Beziehung zwischen Mensch und Erinnerungsort betonen.










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Die zweite Fotoserie knüpft thematisch an die erste an, verlagert den Blick jedoch auf den räumlichen Kontext der Steine der Erinnerung. Diese werden erneut fotografisch festgehalten, nun jedoch in Beziehung zu ihrer unmittelbaren Umgebung gesetzt. Durch wechselnde Perspektiven und eine serielle Bildfolge wird untersucht, wie Raum, Erinnerung und Geschichte ineinandergreifen. Die Serie thematisiert den gezielten Entzug von Wohnraum und Lebenswelt jüdischer Menschen und macht sichtbar, wie sich dieser Verlust bis heute in den urbanen Strukturen eingeschrieben hat.








